Geplante Kürzungen im Bundeskulturhaushalt 2027: Ein Schlag für die Hamburger Musikszene und für unseren Berufsstand
Mit dem am 6. Juli 2026 vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf des Bundeshaushalts 2027 soll der Kulturetat des Bundes von 2,57 auf rund 2,36 Milliarden Euro sinken – ein Minus von rund acht Prozent. In den Musik-Projektförderungen zeigt sich ein noch drastischeres Bild: Unter anderem sollen der Amateurmusikfonds um rund 35 Prozent gekürzt werden, die Initiative Musik um 22 Prozent, der Festival-Förder-Fonds soll sich halbieren.
Hamburg trifft dieser Entwurf besonders. Die Bundesförderung des Reeperbahn Festivals soll von 6,275 auf 3 Millionen Euro mehr als halbiert werden. Zugleich läuft mit „Kultur macht stark“ 2027 das größte Bundesprogramm für kulturelle Bildung aus, ohne dass seine Fortsetzung bisher gesichert ist. Ein Programm, über das auch in Hamburg zahlreiche musikpädagogische Projekte mit Kindern und Jugendlichen finanziert werden.
Als Berufsverband der Hamburger Musiker:innen und Musikpädagog:innen sagen wir deutlich: Diese Kürzungen treffen nicht nur Institutionen, sie treffen Existenzen. Wer beim Amateurmusikfonds kürzt, kürzt die Honorare der Leiter:innen und Dozent:innen, welche die Hamburger Ensembles professionell anleiten. Wer die Nachwuchsförderung beschneidet, entzieht die Grundlage einer nächsten Generation von Berufsmusiker:innen. Wer die musikalische Bildung nicht absichert, gefährdet das Fundament, auf dem das Musikleben dieser Stadt ruht.
Wir fordern die Hamburger Bundestagsabgeordneten auf, sich in den Haushaltsberatungen des Deutschen Bundestages gegen diese eklatanten Kürzungen einzusetzen.